Zwei Brüder, zwei Projekte, zwei Bauphasen

By Andreas Pangerl on Januar 23rd In Aktuelles, Spezielles
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Im Welser Tourismus wirkt jetzt die Jugend. Kein frommer Weihnachtswunsch in Zeiten, wo in Wels die Weihnachtswelt gerade erfolgreich die Massen verzückt hat. Tatsächlich haben derzeit sechs privat geführte Hotels den Generationenwechsel entweder gerade eben vollzogen oder man steht kurz davor. Und in einem dieser gastlichen Häuser  haben gleich zwei Brüder – 33 und 34 Jahre alt – das Zepter mit Schwung übernommen. Im Vier-Sterne-Hotel Ploberger am Kaiser-Josef-Platz geben seit einiger Zeit Michael und Markus den touristischen Ton an und einen entsprechend dynamischen Takt vor. Schließlich heißt es Onkel Rudolf Ploberger, der sich jetzt in Prag mit dem ebenfalls der Familie gehörenden Boutique-Hotel „Maximilian“ beschäftigt, in den Fußstapfen zu folgen.

Michael und Markus Ploberger machten gleich von Anfang an Nägel mit Köpfen. Beide aus verschiedenen Bereichen der Betriebswirtschaft kommend, beide mit wichtiger Auslandserfahrung bestückt, haben sie von Onkel Rudolf und Vater Christian das Haus. Die beiden stecken voller Ideen. Mit fixen Plänen. Vier Millionen Euro werden in den beiden Abschnitten ab 15. Dezember 2016 und ab 15. Juni 2017 investiert. Zwei Drittel des Hotels werden dabei umgebaut. Dabei kommen durch Flächenoptimierung nicht nur fünf neue Zimmer dazu, was dann insgesamt 97 vermietbare Einheiten mit 164 Betten ergibt. Es wird zudem konsequent auf  LED-Beleuchtung umgestellt und eine Gebäudesteuerung installiert, die auch einen Vergleich mit den Top-Fünf-Sterne-Häusern in Österreich nicht scheuen braucht. Zwei weitere Bauphasen sind schon in den Köpfen der Brüder.

So viel zu den Fakten. Aus den beiden Jung-Hotelliers sprudelt trotz Terminstress die pure Freude über ihre Aufgabe heraus. Für Michael war im Gegensatz zu seinem Bruder, der schon zwei Jahre länger  im Hotel Ploberger wirkt, nicht immer klar, im Familienbesitz einmal eine wesentliche Rolle zu spielen. Wie sein jüngerer Bruder auch, absolvierte er nach dem Studium vorerst einmal ein Auslandsjahr. In Argentinien. Es folgten berufliche Stationen bei Bosch in Spanien und in bei einem Start-Up in Norwegen. Schließlich gründete er mit „Heimschmecker“ ein vielbeachtetes Speiselogistik-Unternehmen in Wien. Seit einem Jahr, seit er sein eigenes Start-Up in Wien verkauft hat, kümmert er sich um das Projektmanagement für die Modernisierung des Hotels, aber auch „um eine neue, kreative Buchungs-Plattform“, lässt sich Michael Ploberger auch in die Zukunfts-Karten blicken.

Markus hingegen, nach dem Studium der Internationalen BWL mit Auslandsjahr in Kanada, kümmert sich mehr um das klassische Marketing und das Controlling. Brüderlich professionelle Aufteilung sozusagen. „Je nach Interesse und Profession“, betonen beide. Optimierung der Kosten, hieß entsprechend die erste Aufgabe des Jüngeren.Trotzdem unterstreicht er: „Obwohl wir beide in Kleßheim zur Schule gegangen sind, haben wir uns praktisch touristisch autodidaktisch an alles heran arbeiten müssen.“ Schließlich hat der Onkel schon sehr bald vollständig zum Projekt nach Prag gewechselt.

Für beide ist das Hotel Ploberger offensichtlich eine echte Herzensangelegenheit. Für  Michael Ploberger, der sich selbst mehr „aus dem technischen Marketing“ kommen sieht,  ist  Usability  eine wichtige Tugend im touristischen Marketing. „Wie gut, dass wir ein Hotel-Projekt begleiten dürfen, wo wir frei gestalten können und kein Konzern im Hintergrund uniformes Handeln verlangt!“ Und das Ganze übrigens mit einer gehörigen positiven Emotion: „Das hier ist keine SB-Automat, sondern ein sehr gefühlvolles Produkt, wo wir mit vollem Herzen dahinterstehen müssen. Kleinigkeiten entscheiden und machen das große Ganze erst erfolgreich“! Und Markus ergänzt: „Haus, Mitarbeiter und natürlich Gäste müssen verstanden und in Einklang gebracht werden. Da hilft es schon sehr, dass wir für unsere eigene Sache, sprich das Hotel im Familienbesitz, kämpfen“!

Das verbindet auch die anderen „Juniors“ Alexandra Platzer, Paul Schludermann, Sophie Schick sowie die Schwestern Anna und Eva Wanik mit ihren insgesamt fünf Häusern mit den Ploberger-Brüdern! Entsprechend wird gemeinsam mit dem Tourismusverband unter Hochdruck an der Steigerung der Auslastung gewerkt. Green Meeting und die konzentrierte Arbeit durch die Business Touristik Wels sind für alle unisono bestes Beispiel für modernes, zielgruppenorientiertes, nachhaltiges und zudem dienstleistungsorientiertes Marketing. Die soeben gestartete Plattform „Rennrad-Tourismus Wels“ ist für die Nachfolge-Generation in Wels naheliegende Erweiterung in Richtung Individual-Tourismus und Auslastungs-Schub an den Wochenenden und in den Sommermonaten. Da gibt es in Wels, wie in anderen Städten auch, durchaus Luft nach oben. „Einzelkämpfer haben es immer schwerer auf dem Markt. Deshalb ist es perfekt, dass wir in der jungen Generation in Wels gemeinsam an einem Strick ziehen.“ Den Worten von Markus Ploberger ist nichts mehr hinzuzufügen!

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